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Bauhaus Geschichte Teil 2: Dessau und Berlin

Zweite Periode: Dessau (1925 bis 1932)

In Dessau hatte die Gestaltung des Schulgebäudes viele Ähnlichkeiten mit dem internationalen Baustil, der sich durchsetzte:

  • Fokussierung auf Volumen über Masse
  • Verwendung von Massen- und Leichtbaumaterialien
  • Durchgängige Modulformulare
  • Eine Ablehnung aller Farben und Ornamente
  • Verwendung von ebenen Oberflächen, die sich mit Glas abwechseln

An diesem Standort gründete Gropius sein neues Architekturprogramm und trat als Direktor zurück, um Platz für Hannes Mayer, einen Schweizer Architekten und den neuen Direktor, zu machen. Unter Mayer erlebte die Schule einige Meilensteine, nämlich den Bau der ADGB-Gewerkschaftsschule nach Bauhaus-Design und fünf Mehrfamilienhäuser in Dessau. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte erzielte die Schule auch einen Gewinn.

Leider übernahmen die Nazis bis 1931 die Kontrolle über den Dessauer Stadtrat, was die Schule zwang, an einen anderen Ort zu ziehen.

Dritte Periode: Berlin (1932 bis 1933)

Dies war die kürzeste Wiederholung der Bauhausschule während ihres ohnehin schon kurzen Bestehens, aber sie ebnete auch den Weg für die Expansion des Bauhausdesigns weit über die deutschen Grenzen hinaus. Kurz vor dem Umzug wurde der deutsch-amerikanische Architekt Ludwig Mies van der Rohe neuer Direktor der Schule. Ende 1932 eröffnete er in Berlin die dritte Iteration des Bauhauses in einer verlassenen Fabrik, deren Miete er mit seinem eigenen Geld bezahlte.

Die Berliner Schule dauerte nur 10 Monate, bevor sie unter dem Druck des an Macht gewinnenden Naziregimes geschlossen wurde. Für die Nazis war das Bauhaus-Design aufgrund seines modernistischen Stils „undeutsch“, ebenso wie „entartete Kunst“ aufgrund seiner wahrgenommenen jüdischen oder kommunistischen Assoziationen. Im April 1933 schloss die Schule wegen dieser Verfolgung endgültig. Dies veranlasste jedoch viele der Prinzipien des Bauhaus-Entwurfs – wie Gropius, Meyer und Mies – in Länder wie die Schweiz, Großbritannien, Mexiko und die USA auszuwandern. Dank ihrer Flucht vor den Nazis lebten und wuchsen die Bauhaus-Design-Traditionen auf verschiedenen Kontinenten.

Bauhaus Geschichte Teil 1: Weimar

Die Ursprünge der Bewegung gehen auf eine Schule zurück: die gleichnamige deutsche Kunstschule namens Staatliches Bauhaus. Obwohl sie nur von 1919 bis 1933 in Betrieb war, belegt ihre kurze Existenz die weitreichenden Auswirkungen, die diese Designphilosophie in den letzten Jahrzehnten auf den Rest der Welt hatte.

Die Bauhausschule wurde von Walter Gropius, einem deutschen Architekten, gegründet und gilt als eines der bahnbrechenden Mitglieder der modernen Architektur. Die Bauhausschule wird buchstäblich als Bauhaus bezeichnet. Dies kann verwirrend sein, da die eigentliche Schule in den ersten Jahren noch nicht einmal über eine Architekturabteilung verfügte, aber dennoch einen tiefen Einfluss auf modernes Design, modernistische Architektur, Kunst und Architektur- und Designunterricht ausüben würde.

Im Laufe ihres kurzen Lebens existierten die Schule und ihre Designphilosophie in den folgenden Städten und Perioden:

  • Weimar (1919 bis 1925)
  • Dessau (1925 bis 1932)
  • Berlin (1932 bis 1933)

Die Schule musste unter Einschüchterung durch das Nazi-Regime geschlossen werden, und ihre Direktoren und Mitarbeiter waren gezwungen, Deutschland zu verlassen und in verschiedene Länder der Welt auszuwandern. Diese Streuung der Fakultät war in der Tat ein wesentlicher Faktor für die weltweite Verbreitung der Bauhaus-Designer-Ästhetik.

Erste Periode: Weimar (1919 bis 1925)

1919 öffnete die Bauhausschule ihre Pforten mit Gropius als erstem Direktor. Sein erklärtes Ziel war es, eine Designbewegung zu leiten, die frei von Klassenbarrieren ist, die Mauern zwischen Künstlern und Handwerkern errichten. In den ersten Jahren ihrer Tätigkeit war ihre Fakultät ein wahres Team von wegweisenden europäischen Künstlern:

  • Johannes Itten – Schweizer Designer und expressionistischer Maler
  • Lyonel Feininger – Deutsch-amerikanischer Maler und Expressionistenanwalt
  • Gerhard Marcks – Deutscher Bildhauer und Künstler
  • Oskar Schlemmer – Deutscher Designer, Maler, Bildhauer und Choreograph
  • Paul Klee – Schweizer Maler und Künstler, bekannt für Kubismus, Surrealismus und Expressionismus.
  • Wassily Kandinsky – Russischer Kunsttheoretiker und Maler

In den ersten drei Jahren steuerte Itten den Weg zu einer umfassenden Bauhausausbildung, die von seiner Bewunderung für den Expressionismus geprägt war. Sein Vorkurs war der erste Kontakt eines Studenten mit den Ideen des Bauhaus-Designers.

Nach Itten übernahm der ungarische Designer und Maler Laszlo Moholy-Nagy die Leitung, und er verlagerte den Einführungskurs des Bauhauses zugunsten der Neuen Sachlichkeit, die Gropius ebenfalls nahe und lieb war. Diese Veränderung war wichtig, weil sie Gropius‘ Blick auf die Schule verdeutlichte, die die Architektur an den Aufstieg von Autos, Radios und Maschinen Anfang des 20. Jahrhunderts anpassen sollte.

Zu dieser Zeit gab die Schule auch ihre eigene Zeitschrift Bauhaus und die Buchreihe Bauhausbücher heraus.Als sich 1925 näherte, wurde die Schule von der lokalen Regierung so weit unter Druck gesetzt, dass ihre Finanzierung schließlich um 50% gekürzt wurde. Damit wurden die Voraussetzungen für den Umzug nach Dessau geschaffen.

 

100 Jahre Bauhaus-Geburtstag

Im Jahr 2019 jährt sich das Bauhaus zum 100. Mal, eine revolutionäre Kunstschule des deutschen Architekten Walter Gropius, die trotz ihrer kurzen Lebensdauer (1919-1933) die Entwicklung der modernen Kunst und des Designs stark beeinflussen würde. Die mit dem Bauhaus verbundenen Künstler (wie Wassily Kandinsky, Paul Klee und Laszlo Moholy-Nagy) versuchten, die Kunst völlig neu zu definieren, indem sie verschiedene künstlerische Disziplinen vereinten und sich auf Handwerk und Funktionalität konzentrierten. Diese Ideale wurden in farbenfrohe geometrische Abstraktion und zurückgenommene Designs umgesetzt. Die Weltvorstellung der Schule hörte jedoch nicht bei der Kunst auf: Das Bauhaus, das für einen neuen, modernen Menschen konzipiert wurde. Durch seltene Fotos aus unserem Archiv erfahren wir mehr über die Gemeinschaft am Bauhaus und ihre Vision für das moderne Leben.

Die Bauhaus-Gemeinschaft

Lasst uns gemeinsam die neue Struktur der Zukunft wünschen, konzipieren und schaffen, die Architektur und Skulptur und Malerei in einer Einheit vereint und die eines Tages aus den Händen von einer Million Arbeitern wie das Kristallsymbol eines neuen Glaubens in den Himmel aufsteigt.
Walter Gropius, (1919)

Auch wenn man nicht nur auf das hochmoderne künstlerische Schaffen der Gruppe schaut, waren die Ideale des Bauhauses in der Vergangenheit fest verwurzelt. Inspiriert von mittelalterlichen Zünften, arbeiteten und wurden Künstler in Werkstätten wie Handwerkern ausgebildet. Darüber hinaus lebten und aßen Schüler und Lehrer am Bauhaus zusammen und nahmen an gemeinsamen Sport- und Freizeitaktivitäten teil (wie z.B. den berühmten Kostümfesten der Schule!). Der Aufenthalt im Bauhaus wurde zu einer allumfassenden Lebensweise.

Den Alltag neu durchdenken

Das ultimative, wenn auch distanzierte Ziel des Bauhauses ist das einheitliche Kunstwerk – das große Bauwerk -, in dem es keinen Unterschied zwischen monumentaler und dekorativer Kunst gibt.“ Walter Gropius, Bauhaus-Manifest und Programm, 1919

Im Mittelpunkt der Bauhaus-Ideen stand das Gesamtkunstwerk (Synthese und Nutzung aller künstlerischen Disziplinen), und in dieser Denkweise war die Produktion der Künstler keineswegs auf den Bereich der bildenden Kunst beschränkt. In Workshops zu Themen wie Textilien und Wandmalereien richtete die Schule ihr Augenmerk auf das Wohnumfeld und fertigte funktionale Gebäude, Räume und Gegenstände des täglichen Bedarfs. Designer wie Marcel Breuer schufen zum Beispiel minimalistische, leichte Stühle (mit der Ansicht, dass Stühle irgendwann ganz verschwinden und durch Luftsäulen ersetzt werden würden), und selbst Kandinsky experimentierte mit Keramik.

 

Schlafzimmer richtig einrichten

Ein gesunder Schlaf ist wichtig, um morgens ausgeruht und leistungsfähig aufzuwachen. Die Ausstattung des Schlafzimmers kann im Wesentlichen zur Qualität des Schlafs beitragen. Daher lohnt es sich, einmal über die Faktoren nachzudenken, die bei der Einrichtung des Schlafzimmers beachtet werden sollten, um diesen Raum in eine Oase von Ruhe und Entspannung zu verwandeln.

Die richtige Wahl des Raums

Wenn man ein Haus baut oder einrichtet, sollte man den Raum für das Schlafzimmer mit Bedacht wählen. Dabei sollte es sich grundsätzlich um das ruhigste Zimmer handeln, in das so wenig wie möglich Lärm aus der Umgebung vordringen kann. Oft werden Zimmer in oberen Etagen gewählt, da sie meistens heller und freundlicher sind. Ein Zimmer mit einem Fenster nach Osten ist besonders gut geeignet, da man sich morgens von der aufgehenden Sonne wecken lassen kann. Auch die Raumluft spielt eine große Rolle, um Wohlgefühl zu erzeugen. Heute wird geraten, das Schlafzimmer bei einer Temperatur von 18° C und einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent zu halten, um ideale Bedingungen für den Schlaf zu schaffen.

Eine passende Einrichtung wählen

Das Herzstück des Schlafzimmers ist stets das Bett. Natürlich möchte man ein ansprechendes Design wählen, das im Raum attraktiv wirkt. Wichtiger ist es jedoch, darauf zu achten, dass man ein bequemes Bett kauft.

Die Matratze spielt ebenfalls eine große Rolle für einen gesunden Schlaf. Es gibt heute zahlreiche Modelle, die auf unterschiedliche Bedürfnisse ausgerichtet sind und auch Personen mit Rückenschmerzen Erleichterung verschaffen können. Darum sollte man die Matratze im Fachhandel kaufen und sich bei der Auswahl beraten lassen. Bei der Matratze ist es wichtig, das Körpergewicht des Schläfers in Betracht zu ziehen, da es für besonders schwere Personen spezielle Matratzen gibt.

Ein entspannendes Ambiente

Auch die generelle Gestaltung des Schlafzimmers trägt zu einem guten Schlaf bei. Eine warme Beleuchtung und beruhigende Farbtöne sorgen dafür, dass man sich leichter entspannen darf. Daher empfiehlt es sich, sowohl bei der Wahl der Farbe von Boden und Wänden, als auch beim Kauf von Bettwäsche und Zierkissen auf Farben Wert zu legen, die auf das Auge dezent und entspannend wirken. Eine Lichtsteuerung, die sich vom Bett betätigen lässt, erweist sich als besonders angenehm. Weiterhin sollte man beachten, dass der Elektrosmog, der von Fernsehern, Laptops und ähnlichen elektronischen Geräten produziert wird, den Schlaf stören kann. Deshalb ist es empfehlenswert, solche Geräte grundsätzlich aus dem Schlafzimmer zu verbannen.