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Juli 2019

Bauhaus Geschichte Teil 1: Weimar

Die Ursprünge der Bewegung gehen auf eine Schule zurück: die gleichnamige deutsche Kunstschule namens Staatliches Bauhaus. Obwohl sie nur von 1919 bis 1933 in Betrieb war, belegt ihre kurze Existenz die weitreichenden Auswirkungen, die diese Designphilosophie in den letzten Jahrzehnten auf den Rest der Welt hatte.

Die Bauhausschule wurde von Walter Gropius, einem deutschen Architekten, gegründet und gilt als eines der bahnbrechenden Mitglieder der modernen Architektur. Die Bauhausschule wird buchstäblich als Bauhaus bezeichnet. Dies kann verwirrend sein, da die eigentliche Schule in den ersten Jahren noch nicht einmal über eine Architekturabteilung verfügte, aber dennoch einen tiefen Einfluss auf modernes Design, modernistische Architektur, Kunst und Architektur- und Designunterricht ausüben würde.

Im Laufe ihres kurzen Lebens existierten die Schule und ihre Designphilosophie in den folgenden Städten und Perioden:

  • Weimar (1919 bis 1925)
  • Dessau (1925 bis 1932)
  • Berlin (1932 bis 1933)

Die Schule musste unter Einschüchterung durch das Nazi-Regime geschlossen werden, und ihre Direktoren und Mitarbeiter waren gezwungen, Deutschland zu verlassen und in verschiedene Länder der Welt auszuwandern. Diese Streuung der Fakultät war in der Tat ein wesentlicher Faktor für die weltweite Verbreitung der Bauhaus-Designer-Ästhetik.

Erste Periode: Weimar (1919 bis 1925)

1919 öffnete die Bauhausschule ihre Pforten mit Gropius als erstem Direktor. Sein erklärtes Ziel war es, eine Designbewegung zu leiten, die frei von Klassenbarrieren ist, die Mauern zwischen Künstlern und Handwerkern errichten. In den ersten Jahren ihrer Tätigkeit war ihre Fakultät ein wahres Team von wegweisenden europäischen Künstlern:

  • Johannes Itten – Schweizer Designer und expressionistischer Maler
  • Lyonel Feininger – Deutsch-amerikanischer Maler und Expressionistenanwalt
  • Gerhard Marcks – Deutscher Bildhauer und Künstler
  • Oskar Schlemmer – Deutscher Designer, Maler, Bildhauer und Choreograph
  • Paul Klee – Schweizer Maler und Künstler, bekannt für Kubismus, Surrealismus und Expressionismus.
  • Wassily Kandinsky – Russischer Kunsttheoretiker und Maler

In den ersten drei Jahren steuerte Itten den Weg zu einer umfassenden Bauhausausbildung, die von seiner Bewunderung für den Expressionismus geprägt war. Sein Vorkurs war der erste Kontakt eines Studenten mit den Ideen des Bauhaus-Designers.

Nach Itten übernahm der ungarische Designer und Maler Laszlo Moholy-Nagy die Leitung, und er verlagerte den Einführungskurs des Bauhauses zugunsten der Neuen Sachlichkeit, die Gropius ebenfalls nahe und lieb war. Diese Veränderung war wichtig, weil sie Gropius‘ Blick auf die Schule verdeutlichte, die die Architektur an den Aufstieg von Autos, Radios und Maschinen Anfang des 20. Jahrhunderts anpassen sollte.

Zu dieser Zeit gab die Schule auch ihre eigene Zeitschrift Bauhaus und die Buchreihe Bauhausbücher heraus.Als sich 1925 näherte, wurde die Schule von der lokalen Regierung so weit unter Druck gesetzt, dass ihre Finanzierung schließlich um 50% gekürzt wurde. Damit wurden die Voraussetzungen für den Umzug nach Dessau geschaffen.